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Buch: „Die Atomlüge“

Irgendwann wird das der Gesellschaft seit Jahrzehnten vorgekaukelte Märchen vom billigen und gefahrlosen Atomstrom wohl doch mal ein Ende haben. Die Folgekosten werden aller Voraussicht nach die Steuerzahler zu tragen haben und wohl eher nicht die Stromkonzerne, aber das kennen wir ja schon. Ein absurdes Theater der Gegenwart, gegen das viele waren und das uns ja längst „eine strahlende Zukunft“ beschert hat.

Ja, „panisch“ geht irgendwie anders

Das Wort „japanisch“ endet zwar mit „panisch“, aber die Japaner sind – aufgrund ihrer Geschichte und natürlich wegen der geographischen Lage – wirklich alles andere als das. Welches andere Land hätte nach einer so schrecklichen Erfahrung, wie den über Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen Atombomben des zweiten Weltkrieges, ausgerechnet so stark auf die (friedliche) Nutzung von Atomkraft für die Stromversorgung gesetzt?!

„Fünf vor Zwölf“ ist (k)eine Zeit

Normalerweise ist die Metapher Fünf vor Zwölf ein Ausdruck dafür, dass es allerhöchste Zeit und dringend ist, sich mit einem bestehenden Problem zu befassen. Die Katastrophe von Tschernobyl und das havarierte Atomkraftwerk von Fukushima sind wohl Anlass genug, allmählich umzudenken und in eine regenerative Energiezukunft zu investieren. Die Lösung für das Energieproblem eines Musikers wird jedoch nie aus einem Kraftwerk kommen, denn die Energie zum Musizieren muss von jedem selbst aufgebracht werden.

Unsere „strahlende“ Zukunft

Radioaktivität

Der radioaktiven Strahlung ist es völlig egal, ob sie ungesund oder lebensgefährlich für uns Lebewesen ist und dass ganze Regionen durch Radioaktivität unbewohnbar werden können, belegt die Katastrophe von Tschernobyl mit einer mittlerweile 4.300 km² umfassenden Sperrzone um das zerstörte Atomkraftwerk auf abschreckende Weise.

Der japanischen Bevölkerung bleibt nur zu wünschen, dass nach dem schweren Erdbeben mit dem zerstörerischen Tsunami am 11. März 2011 die gegenwärtige dramatische Situation im Atomkraftwerk von Fukushima nicht in einer ähnlichen Katastrophe endet.

Atomkraft ist ein Auslaufmodell

Energieerzeugung durch Atomkraftwerke ist – so oder so – ein Auslaufmodell, weil es glücklicherweise nur begrenzt spaltfähiges Material gibt. Bis dahin wird diese verrückte Technologie einige Jahrzehnte Strom und tausende von Tonnen radioaktiven Müll produziert haben, der uns für Jahrtausende „eine strahlende Zukunft“ bereiten wird.

Atomkraft Nein Danke

Herrliche Aussichten „für nachwachsende* Rohstoffe“ … äh … „Generationen“ wollte ich sagen. Da werden die Kernkraftwerk-Befürworter, -Betreiber und ihre Nachfahren aber seeeeehr lange einen „sicheren Arbeitsplatz“ haben, um sich darum zu kümmern, den radioaktiv strahlenden Müll irgendwo weit weg und sicher zu verwahren.

Ja, wo denn eigentlich?